Landkreis ertrinkt im" Meer aus Karton"

Handlungsempfehlung des ZAW (Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg ): Pappkartons erst klein machen und dann in die Papiertonne.

„Bei jeder Papierabfuhr sind schon von weitem Karton neben den Altpapiertonnen in den Straßen zu erkennen“, weiß Patrick Rat, Müllwerker bei der Transportfirma RESO zu berichten. „Neben den Tonnen stapelt sich dann Karton auf Karton - wir schaffen diese Mengen nicht mehr abzufahren.“ Das hat Konsequenzen: Die Fahrzeuge sind schneller voll und die Zeit reicht nicht aus, um die geplanten Touren mitzunehmen. Deshalb werden manche Straßen erst am nächsten Tag abgefahren.

Die Kartons sind häufig groß und noch dazu schwer befüllt mit weiteren Kartons oder Tageszeitungen und Büchern. Bei Regen wird es noch schwieriger: die Pappe weicht auf, die Kartons reißen und der Inhalt verteilt sich auf der Straße. Das Müllauto steht dann umso länger an den einzelnen Häusern und die nachfolgenden Fahrzeuge werden ungeduldig.

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Der Grund dafür ist der in den letzten Jahren stark zunehmende Einkauf über das Internet und die damit verbundene Verpackungsflut an Pappkartons.

Jede Eigentümerin und jeder Eigentümer hat die Möglichkeit, bei regelmäßigem Mehrpapieraufkommen die Papiertonne in eine größere zu tauschen oder die Anzahl der Gefäße zu erhöhen.

Die An- oder Ummeldung erfolgt direkt und kostenlos bei der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung.

Nur für die Anlieferung der Papiertonne fallen ggfs. Gebühren an. Diese kann man sparen, wenn man die Gefäße selbst abholt.

Wenn ausnahmsweise mehr Papierabfall oder Kartons anfallen, z. B. nach einem Umzug oder weil neue Möbel geliefert wurden, kann der Abfall bei den folgenden Stellen kostenfrei abgegeben werden. Klicken Sie hier

Dr. Armin Kehrer, ZAW-Geschäftsführer meint dazu: „Für den ZAW ist es wichtig, auch weiterhin darauf zu achten, dass möglichst viel Altpapier und Karton eingesammelt wird. Es muss sauber und trocken in den Altpapiergefäßen gesammelt werden und mit geschlossenem Deckel an den Abfuhrtagen bereitgestellt werden. Denn auch für die Altpapiersammlung gilt: Qualität bringt einen guten Preis.“

Das Altpapier wird vermarktet und trägt damit dazu bei, dass die Abfallgebühren niedrig bleiben.

Damit auch die großen Kartons möglichst platzsparend in die Gefäße passen, ist ein Teppichmesser hilfreich.

Neues Jahr, neuer Entsorger

Ab 2019 werden die Gelben Säcke von der Firma RMG abgeholt 

Darmstadt-Dieburg – Im Landkreis übernimmt zum 1. Januar 2019 die Firma RMG Rohstoffmanagement GmbH (RMG) aus Eltville die Entsorgung der Gelben Säcke und Dosencontainer. Für die Bürger ändert sich außer dem Ansprechpartner nichts. Die Gelben Säcke werden nach wie vor an den bekannten Verteilstellen im Landkreis erhältlich sein, ab Mitte Dezember dann mit dem Logo der Firma RMG. Restbestände an Gelben Säcken können aufgebraucht werden, diese werden von dem neuen Entsorger ebenfalls mitgenommen.

Seit 1993 ist die Entsorgung von Leichtverpackungen mit dem „Grünen Punkt“ über den Gelben Sack privatwirtschaftlich geregelt. Alle drei Jahre werden die Entsorgungsleistungen von den dualen Systemen neu ausgeschrieben. Der günstigste Anbieter erhält den Zuschlag. Noch bis Ende des Jahres ist die Firma RESO mit der Verteilung und der Abfuhr der Gelben Säcke im Landkreis Darmstadt-Dieburg beauftragt.

Die Abfuhrtermine für 2019 werden – wie bisher – mit dem Abfuhrkalender des Zweckverband Abfall- und Wertstoffsammlung (ZAW) bekannt gegeben und sind ebenfalls zusammen mit einer Übersicht der Verteilstellen unter www.rmg-gmbh.de veröffentlicht. Für Fragen und Reklamationen rund um die Gelben Säcke ist ab Januar 2019 das Kundencenter von RMG unter der kostenfreien Servicenummer 0800 400 600 5 zuständig. Der Kontakt per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist ebenfalls möglich.

Der ZAW als kommunales Unternehmen weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Reklamationen direkt an den Entsorger RMG zu richten sind.

Abfallwirtschaftskonzept 2018

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg erstellt alle sechs Jahre ein neues Abfallwirtschaftskonzept. Es enthält statistiche Zahlen und Entwicklungen rund um das Thema Abfall sowie Maßnahmen, die der ZAW in den letzten Jahren ergriffen hat, um die Abfallmengen möglichst gering zu halten.

Das Abfallwirtschaftskonzept steht zum Download als PDF bereit (PDF; 7 MB)

Folienbeutel gehören nicht in die Biotonne

Sogenannte Biokunststoffe gehören nicht in die Biotonne. Das Da-Di-Werk kann diese Stoffe nicht innerhalb von 6 Wochen zu Kompost verarbeiten. Es ist ein leidiges Thema für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZAW sowie der Kompostanlagen, denn die Tüten sind im Handel zu kaufen und versprechen, eine saubere Lösung und zudem noch kompostfähig zu sein.

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Die Realität sieht dann leider doch anders aus und Biotonnen, die mit Kunststoffbeutel befüllt sind (auch biologisch abbaubare Kunststoffbeutel) bleiben bei der Bioabfuhr ungeleert stehen. Die Kosten für die Entsorgung von Fremdstoffen, die im Bioabfall landen sind trotzdem noch immens hoch.

Eine preisgünstige Alternative stellt beispielsweise Zeitungspapier aus Tageszeitungen oder Papiertüten, die ebenfalls im Handel oder auch auf den Kompostanlagen zu erwerben sind, dar. Wenn Sie Ihre Bioabfälle in Zeitungspapier einwickeln, Glossary Link binden Sie die Pakete bitte nicht mit Klebeband zu. Lesen Sie zu diesem Thema den Artikel bei Echo online vom 08.08.2015 hier

ZAW ist nicht zuständig für Gelbe Säcke

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte der ZAW nochmals darauf hinweisen, dass entgegen eines Artikels im Darmstädter Echo vom 25.09.2014, in welchem der Eindruck vermittelt wurde, dass der ZAW Vertragspartner der Firma Reso in Bezug auf das Handling von Gelben Säcken sein könnte, dies nicht der Fall ist.
Der ZAW hat keine Zuständigkeit und auch keinen Einfluss auf die Qualität der Gelben Säcke, die Verteilung sowie die Abholung dieser.


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Den Artikel im Darmstädter Echo vom 25.09.2014 finden Sie hier

Eine entsprechende Berichtigung wurde am 26.09.2014 im Darmstädter Echo abgedruckt. Diese finden Sie hier

Wilder Müll wird weiterhin über die Müllgebühren finanziert

Wie der ZAW-Verbandsvorsitzende Christel Fleischmann in der Sitzung der Verbandsversammlung am 14.10.2014 mitteilte, werden die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung von wilden Müllablagerungen weiterhin in die Abfallgebühr mit eingerechnet.
Des Weiteren plädierte er für die Einführung eines Belohnungssystems für Hinweise die zur Ergreifung der Verursacher von Wildablagerungen führen. Weitere Informationen finden Sie bei Echo online hier