Wie gehen Kommunen mit illegalen Müllablagerungen um – und welche Maßnahmen können helfen, sie zu reduzieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der kommunale Arbeitskreis „Rat gegen Unrat“, der am 5. März 2026 beim Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung (ZAW) in Messel zusammenkam.

Ziel des Treffens war es, Erfahrungen aus den Städten und Gemeinden zu bündeln, aktuelle Entwicklungen zu besprechen und erste Lösungsansätze zu erarbeiten. Der ZAW organisiert und moderiert den Arbeitskreis, um den interkommunalen Austausch zu stärken und die Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen aus der Praxis der Kommunen. Diskutiert wurden unter anderem der zunehmende Fund von Lachgaskartuschen, der Entsorgungsweg von Dispersionsfarben, Herausforderungen rund um Weißblech- und Altkleidercontainer sowie der Umgang mit wildem Sperrmüll. Auch organisatorische Fragen, etwa zum Ummeldeprozess von Abfallbehältern, zum Mindestrestmüllvolumen oder zur Information über geplante Sperrmülltouren, wurden angesprochen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der steigende Aufwand bei der Beseitigung illegal abgelagerter Abfälle. Neben Personalkosten bindet das Einsammeln von wildem Müll auch Fahrzeuge, Geräte und weitere Ressourcen der kommunalen Bauhöfe. Zugleich berichteten mehrere Kommunen über eigene Maßnahmen und Erfahrungen, etwa Umweltpatenschaften, zusätzliche Papierkörbe, Kontrollen von bekannten Müll-Hotspots oder Aufklärungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger.

Der Austausch machte deutlich, dass wilde Müllablagerungen viele Kommunen gleichermaßen betreffen. Gleichzeitig zeigte sich, dass gemeinsamer Dialog und Erfahrungsaustausch wichtige Voraussetzungen sind, um wirksame Lösungen zu entwickeln. Der ZAW wird die angesprochenen Themen nun intern prüfen und gemeinsam mit den Kommunen weiterverfolgen. Der Arbeitskreis „Rat gegen Unrat“ soll auch künftig als Plattform für den interkommunalen Austausch dienen.