Autor: Junker Digital

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Umweltpatinnen und Paten gesucht

Die Städte und Gemeinden freuen sich über all diejenigen, die in ihrer Freizeit öffentliche Wege und Flächen sauber halten und von Abfall befreien. Hierzu schließen die Kommunen mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Verträge ab, sogenannte „Umweltpatenschaften“.

Einige Patinnen und Paten, die regelmäßig mit dem Hund gassi gehen, haben neben dem Hundekotbeutel eine Plastiktüte sowie Handschuhe dabei. Den Abfall, den sie am Wegesrand finden, nehmen sie einfach mit. Auch Baumpatenschaften und Patenschaften für Grünflächen oder öffentliche Wildwiesen können im Rahmen einer Umweltpatenschaft abgeschlossen werden. Der Vorteil: Die jeweilige Stadt oder Gemeinde muss für diese Arbeiten keine eigenen Arbeitskräfte einsetzen. Wer auf diese Weise Abfall einsammelt, darf diesen selbstverständlich kostenfrei beim Bau- oder Betriebshof abgeben. Handschuhe, Müllsäcke und Warnwesten werden gestellt.

Umweltpatinnen und Paten sind über die Unfallversicherung der Kommune als Ehrenamtliche unfallversichert. Deshalb ist es wichtig, dass Umweltpatinnen und Paten den Städten oder Gemeinden bekannt sind. Wir danken allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hiermit stellvertretend für ihr Engagement und wünschen uns, dass in Zukunft immer mehr Menschen durch Achtsamkeit und Rücksichtnahme zu einer intakten Umwelt beitragen.

Wenn Sie mehr über Umweltpatenschaften erfahren möchten oder sogar selbst mit dem Gedanken spielen, eine Patenschaft zu übernehmen, wenden Sie sich direkt an Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung oder kontaktieren Sie den ZAW: Telefon: 06159 9160144 E-Mail: p.shapx@mnj-bayvar.qr

Irmgard Burow mit Enkel (links) sowie Moritz und Christiane Wytopil (rechts) sind nur vier von zahlreichen ehrenamtlichen Umweltpatinnen und Umweltpaten im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

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Nur Bio – nix anderes!

Unter dem Motto “ Nur Bio – nix anderes!“ wirbt der ZAW dafür, nur biologisch abbaubare Küchen- und Gartenabfälle in die Biotonne zu geben. Vielfach bietet der Handel sogenannte „kompostierbare“ Folienbeutel, aber auch Kaffeekapseln oder gar Campinggeschirr an. Kundinnen und Kunden kaufen diese Produkte mit einem guten Gewissen, etwas für die Umwelt getan zu haben. Aber Vorsicht: all diese Produkte gehören im Landkreis Darmstadt-Dieburg in die Restmülltonne.

Diese Stoffe sind im Kompostierungsprozess nicht vollständig abbaubar und im fertigen Kompost sowie in den Gartenerden in zerkleinerter Form noch enthalten. 

Verwenden Sie deshalb zum Einwickeln des feuchten Biogutes Zeitungspapier aus der Tageszeitung, Küchenkrepp oder Papiertüten. Diese sind beispielsweise bei den ZAW-Kompostierungsanlagen sowie bei vielen Stadt- oder Gemeindeverwaltungen erhältlich. Der Einzelhandel bietet ebenfalls Papiertüten für diese Zwecke an.

Auch Windeln, Tierfäkalien oder Papiertüten mit Kunststofffenster haben im Bioabfall nichts verloren und gefährden die Qualität des Kompostes.

Wie genau der Weg vom Biogut zum Qualitätskompost funktioniert, erfahren Sie im Film der Gütegemeinschaft Kompost Region Süd e.V.

Dazu müssen Sie einfach nur auf das Foto klicken und Sie erfahren, warum sauberer Bioabfall so wichtig ist. Filmdauer: 2 Minuten und 50 Sekunden. Viel Spaß dabei!

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Da-Di-Werk wird zu ZAW

Zum Ende des Jahres 2022 geht das Umweltmanagement (bisher Teil des Da-Di-Werks) über in den Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Grund für den Betriebsübergang ist eine Änderung im Steuerrecht, die auf europäische Rechtsprechung zurückzuführen ist. Danach sind Dienstleistungen, die öffentliche Unternehmen für andere öffentliche Unternehmen ausführen, künftig mit Umsatzsteuer zu belegen, soweit ein Wettbewerb mit privaten Unternehmen möglich wäre. 

Das Da-Di-Werk betreibt im Landkreis Darmstadt-Dieburg fünf Kompostierungsanlagen, die beiden Wertstoffhöfe in Groß-Umstadt/Semd und Weiterstadt sowie die Abfallgefäßvermietung. Außerdem übernimmt es für den ZAW die gesamte Verwaltung und die Geschäftsführung. Würden nun all diese Leistungen umsatzsteuerpflichtig, bedeutete dies für den Müllgebührenzahler eine zusätzliche Belastung von knapp 2 Mio. Euro jährlich.

Deswegen haben sich der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der ZAW entschieden, den Betriebszweig Umweltmanagement des Da-Di-Werks im Zuge eines Betriebsübergangs gemäß § 613a BGB auf den ZAW zu übertragen. Das Da-Di-Werk Gebäudemanagement bleibt hiervon unberührt. „Ich freue mich, dass wir mit Hilfe dieser Regelung unserer Bürgerschaft erhebliche Mehrkosten im Gebührenbereich ersparen können“, so der ZAW-Vorstandsvorsitzende und Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler.

Mit dem Betriebsübergang wird der ZAW nun Arbeitgeber für 81 Beschäftigte und Eigentümer der Kompostierungsanlagen sowie des Verwaltungssitzes des ZAW in Messel. „Die Zusammenlegung unserer Kompetenzen schafft Synergien, schärft das Profil des ZAW und kommt so letztlich allen Menschen im Landkreis zugute“, sagen die Geschäftsführer des ZAW Dr. Armin Kehrer und Bernd Dewitz.